WohnVision

Makler Er weist die Gelegenheit zum Abschluss von Verträgen nach oder vermittelt Verträge gegen Entgelt (z. B. Grundstückskaufverträge). Unterliegt besonderen Verpflichtungen zum Schutz der Immobilienkäufer nach der Makler- und Bauträgerverordnung. Das Wohnungsvermittlungsgesetz enthält zusätzliche Vorschriften zum Schutz der Wohnungssuchenden.
Mietkaution Sie dient dem Vermieter als Sicherheit für eine eventuelle Mietschuld oder für beim Auszug nicht ausgeführte, aber vertraglich übernommene Schönheitsreparaturen (in der Regel zwei bis drei Monatsmieten oder Bankbürgschaft). ,Der Vermieter hat die Kaution verzinslich anzulegen und sie bei Beendigung des Mietverhältnisses, wenn er keine Ansprüche gegen den Mieter hat, samt der erwirtschafteten Zinsen zurückzuzahlen.
Mietspiegel Werden in den Städten und Gemeinden aufgestellt, beinhalten eine Bestandsaufnahme der örtlichen Mietsituation und enthalten festgestellte Durchschnittsmieten nach bestimmten Lagen und Gebäudearten sowie deren Ausstattung. Er soll den Mietvertragspartnern Entscheidungshilfen geben.
Mietvertrag Der Inhalt eines Mietvertrages kann im Rahmen der zwingend vorgeschriebenen Bestimmungen frei vereinbart werden. Er bedarf grundsätzlich der Schriftform. Er wird durch Veräußerung des Mietobjektes nicht beeinträchtigt. Der Erwerber tritt in die Rechte und Pflichten des Veräußerers (Vermieter) ein.
Niesbrauch Das persönliche, nicht vererbbare dingliche Recht an einem fremden Gegenstand, die Nutzungen aus ihm zu ziehen (Nutzniesung). Nießbrauch kann bestellt werden an beweglichen Sachen, an Grundstücken und an Rechten. Der Niesbraucher hat kein Verfügungsrecht über den Gegenstand, er darf ihn und seine Nutzungsart nicht ändern.
Notar Notare sind unabhängige Träger eines öffentlichen Amtes und deshalb keine Interessenvertreter, sondern unparteiische Betreuer der Vertragsparteien. Grundstücks- und Immobilienkaufverträge bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der notariellen Beurkundung. Der Notar hat Prüfungs- und Belehrungspflichten, insbesondere hinsichtlich der rechtlichen Tragweite des Geschäfts. Für seine Tätigkeit erhält der Notar Gebühren, deren Höhe abhängig von Art und Ausmaß der Tätigkeit und dem Wert des Geschäfts nach der Kostenordnung bestimmt wird.
Pachtvertrag Teilung eines Grundstücks durch Erklärung des Eigentümers gegenüber dem Grundbuchamt, dass ein Grundstücksteil grundbuchmäßig abgeschrieben und dieser Teil als selbständiges Grundstück eingetragen werden soll. Parzellierungen bedürfen häufig der behördlichen Genehmigung. Umfaßt die Erklärung auch eine Verpflichtung zum Verkauf des abgeschriebenen Grundstücks, so ist sie notariell zu beurkunden.
Rangverhältnis/span> Regelt die Reihenfolge, in der mehrere an einem Grundstück bestehende Rechte verwirklicht und bei der Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung berücksichtigt werden. Wer zuerst eingetragen ist, hat das vorrangige Recht.
Reallast Belastung eines Grundstückes in der Weise, dass an den Berechtigten wiederkehrende Leistungen aus dem Grundstück zu entrichten sind.
Sachwert Der Sachwert eines bebauten Grundstücks ist die Summe aus dem Bodenwert und dem Bauwert. Die Herstellungskosten des Gebäudes werden unter Berücksichtigung der technischen und wirtschaftlichen Wertminderung angerechnet. Bei selbstgenutzten Immobilien ist der Sachwert der überlicherweise massgebende Wert für die Beleihung.
Sanierungsgebiet Eine Gemeinde kann einen Teil ihrer bebauten Fläche als förmliches Sanierungsgebiet ausweisen. In die Grundbücher wird ein entsprechender Vermerk eingetragen. Die Eigentümer können nur noch begrenzt verfügen. Steuervorteile sind zusätzlich möglich, wenn der Eigentümer eine Sanierungsmaßnahme durchführt.
Teileigentum Beim Wohnungseigentum das Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes.
Tilgung Regelmäßige Leistung des Darlehensnehmers zur Rückzahlung eines Darlehens. Sie erfolgt in der Regel in gleichbleibenden Raten.
Treuhandvertrag Will der Zahlungspflichtige erst zahlen, wenn bestimmte Bedingungen eines Vertrages erfüllt sind, der Vertragspartner aber seinerseits eine Sicherheit haben will, dass das Geld zur Verfügung steht, wenn er seine Pflichten erfüllt hat, kann ein Treuhänder eingeschaltet werden. Einem Notar oder einem Kreditinstitut wird das Geld mit der Auflage übergeben, es nur unter den genannten Voraussetzungen dem Empfänger zu übertragen. Der Treuhänder kann für seine Tätigkeit Gebühren verlangen.
Umwandlung von Gebäuden in Eigentumswohnungen Bestehende Gebäude können in Wohnungseigentum umgewandelt werden. Dies geschieht durch vertragliche Einräumung von Sondereigentum oder eine Teilungserklärung des Eigentümers. Zur Anlegung der Wohnungsgrundbücher sind neben diesen Urkunden ein Aufteilungsplan und eine Abgeschlossenheits-bescheinigung (Bescheinigung der Baubehörde, dass das Sonder- und Teileigentum voneinander getrennt und in sich abgeschlossen sind) beim Grundbuchamt vorzulegen.
Unbedenklichkeitsbescheinigung Die Vorlage der Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes beim Grundbuchamt ist eine der Vorausetzungen für die Eintragung des Eigentümerwechsels im Grundbuch (Umschreibung) . Sie wird dann erteilt, wenn die Grunderwerbsteuer bezahlt, sichergestellt oder auch wenn Steuerfreiheit gegeben ist.
Variabler Zins Ein Zins, der sich den Marktgegebenheiten anpasst. Die Finanzierung mit einem variablen Zins ist schlecht kalkulierbar, da durch Zinsveränderungen jederzeit die Zinsbelastung verändert werden kann. Dies kann für den Darlehensnehmer vorteilhaft, aber auch nachteilig sein.
Verkehrssicherungspflicht Rechtspflicht des Grundstückeigentümers (auch Vermieter), nötige Vorkehrungen zum Schutze Dritter, einen verkehrssicheren Zustand zu schaffen (z. B. ordnungsgemäßer Zustand von Wegen, Beleuchtung, Streupflicht). Bei Verletzung dieser Pflicht haftet der Verpflichtete.
Verkehrswert Dies ist der Wert eines Grundstückes oder Gebäudes, der im Falle eines Verkaufs zu erzielen ist.
Voranfrage Voranfrage an die Baubehörde über beabsichtigte Bauvorhaben.
Vorfälligkeitsentschädigung Möchte der Kreditnehmer während einer Zinsbindungsfrist das Darlehen vorzeitig zurückzahlen oder Sondertilgung leisten, berechnen die Banken hierfür eine Gebühr - die Vorfälligkeitsentschädigung.
Wiederkaufsrecht Das Wiederverkaufsrecht ist das vertragliche Recht, eine verkaufte Sache zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückzukaufen.
Wohnfläche Zur Wohnfläche werden ausschließlich die Räume gerechnet, die zu Wohnzwecken genutzt werden. Die Wohnfläche von Räumen mit Schrägen wird nach einem besonderen Schlüssel berechnet. Keine Wohnräume sind z. B. Keller, Waschküche, Trockenräume, Garagen (Nutzflächen).
Zuteilung Über eine Bausparsumme kann ohne Kündigung verfügt werden, wenn der Bausparvertrag zugeteilt worden ist. Der Zeitpunkt für die Zuteilung hängt von der Wartezeit und der Bewertungszahl ab. Das Mindestguthaben von 40 oder 50 % muss eingezahlt sein.
Zwangshypothek Die Zwangshypothek ist eine Sicherungshypothek, die im Wege einer Zwangsvollstreckung im Grundbuch eingetragen wird.
Zwangsversteigerung Zwangsversteigerung, die im Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG) geregelte öffentliche Versteigerung gepfändeter Sachen; gesetzliche Form der Zwangsvollstreckung. Zuständig für die Zwangsversteigerung ist das Vollstreckungsgericht (Amtsgericht) . Bei der Versteigerung werden nur Gebote berücksichtigt, die mindestens die Kosten des Verfahrens abdecken. Neben der Durchsetzung von Geldforderungen dient die Zwangsversteigerung zur Auflösung von Gemeinschaften (z. B. Erbengemeinschaften).